Montag, 17. August 2015

Kann und Darf man noch mit einem Hund Gassi gehen?


Kann und darf man noch mit einem Hund Gassi gehen?


Man man man, schon wieder eine Schreckensmeldung! Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich bin langsam wirklich verzweifelt… wo und wann darf ich eigentlich wie mit dem Hund Gassi gehen? Immer mehr Meldungen gibt es die einem irgendwas verbieten bzw. mal wieder freundlich auf eine Gefahrenquelle aufmerksam macht. Da ist man doch wirklich irgendwann verunsichert. Es fing mal wieder mit dem Sommer an… Vorsicht!!! Heißer Asphalt!!! Mach erst den Barfußtest, der Hund bekommt ganz schlimme Brandwunden wenn der Boden zu heiß ist und lauf um Himmelswillen nur im Schatten… Schade, da stand ich nun vor meiner Haustür bei 38°C, der Hund hatte sich über Stunden alles verkniffen was er sich verkneifen kann aber nun musste es sein! Gassi! Ich guck nach links – Sonne, ich guck nach rechts – Sonne… einen Moment hatte ich überlegt und dann meinen Gott sei Dank kleinen Hund auf den Arm genommen und bis in den Schatten getragen. Wie meistern Menschen mit wirklich großen Hunden eine solche Situation? Hmmmm, ok, das der Hund nicht im Auto bleiben sollte, sollte jedem klar sein, ist es scheinbar aber leider nicht. Na gut, also diese Meldung das gefühlte 8000 Mal weggeklickt. Aber sollte man nun wirklich sofort und unverzüglich jede Scheibe einschlagen??? Ich mein vielleicht sitzt der Hund in einem gut klimatisierten Auto und Frauchen oder Herrchen kaufen nur grade einen Schluck Wasser im Laden, weil sie genau dieses vergessen haben?!? Und Ja auch dem Mensch ist bei so einem Wetter warm! Außerdem dürfen Hunde ja auch draußen nicht aus Pfützen trinken, die ganze Verunreinigung! Die Ausscheidungen der Autos, der Müll und nicht zu vergessen die ganzen Bakterien und Einzeller die sich in diesen Pfützen tummeln…



So, dann also natürlich, in der Stadt wohnend, hat man ja sowieso schon mal das fehlende Naturproblem,… schade, ich habe keinen Wald vor der Tür. Dann der heiße Asphalt und dann liegen auch noch Glasscherben rum… hui hui hui, was nun tun? Da kann man ja nur den Hund nehmen, ins Auto packen, welches selbstredend ca. eine halbe Stunde vorher unbesetzt mit Standklima schon mal runtertemperiert wurde, und ab in die Natur… Dieser Vorgang geschieht natürlich zu 100% Umweltschonend…


ABER, um Himmels Willen, doch wohl nicht auf Stoppelfelder! Auch da lauern die gemeingefährlichen Grannen. Es stimmt Grannen sind wirkliche Mistviecher! Ich selbst habe einen langhaarigen Hund. Auf der einen Seite hat es den Vorteil, da die Grannen einen wesentlich weiteren Weg zur Haut haben auf der anderen Seite verstecken die sich wirklich super! Aber ja nicht bei uns, weil wir den Hund ja sowieso und überhaupt nach jedem Kontakt mit der Natur nach Zecken absuchen müssen, da fallen Grannen jawohl auch auf! Grannen sind aber leider nicht das einzige Problem auf Stoppelfeldern, da gibt es ja noch die gemeingefährlichen Schlaglöcher, Mäuselöcher und Löcher Löcher… Wenn der Hund rennt und stürzt, was da alles passieren kann…. Na gut ab in den Wald, Felder sind wirklich zu gefährlich.


Oh nein, noch nicht ganz weg vom Feld, ich hatte drüber nachgedacht ein Foto von meinem Hund auf dem typisch spießigem Silorundballen zu machen, er würde sich soooo gut darauf machen, oh nein, wieder eine Warnung im Social Media Bereich. Lasst eure Hunde um Gottes Willen niemals auf diese Rundballen springen, das ist viiiiiiel zu hoch, viiiiiiel zu schwer, viiiiiiiiel zu viel Band um den Ballen in dem der Hund hängen bleiben kann, stürzen, sich das Bein abreißen, etc. …


Also nun aber doch lieber in den Wald. Wenn hier der Waldboden etwas besser kontrolliert und ausgesiebt würde, meine Herren, da sind spitzkantige Steine auf dem Boden, wenn mein Hund da hinein tritt,… Mensch, da ist der Tierarztbesuch nicht mehr weit. Außerdem darf man die Giftköder leider wirklich nicht mehr unterschätzen. Und wenn der Hund nicht aufs Wort hört, gebt gut acht, sonst wird vom Förster womöglich geschossen…


Schotterwege und Wiesen fallen definitiv auch raus. Schotterwege brauche ich ja wohl nicht weiter zu erläutern, natürlich diese fiesen kleinen Steine auch die haben es nur auf die Samtweichen Hundepfoten abgesehen. Und Wiese? Nee nicht im Ernst, natürlich hier lauern die gleichen Gefahren wie auf Feldern!!! Grannen und Löcher jeglicher Art! Womöglich auch noch giftige Pflanzen inkl. der Herkulesstaude (Bärenklau). Nee nee, aber nicht mit uns, das ist nun wirklich zu gefährlich!


Im Übrigen wer sich hierzu noch keine Gedanken gemacht hat, ich lese immer wieder das viele mit ihren Hunden im Sommer an Flüsse, Seen oder Bäche fahren. Davon würde ich massiv abraten! Was unterhalb der Wasseroberfläche für Gefahren lauern vermag ich nur zu erahnen! Aber die fiesen Scharfkantigen Steine sollte man nicht unterschätzen!


Außerdem sollte man natürlich immer ein Auge auf Aas und Kot anderer Tiere habe denn auch hier verstecken sich allerlei Bakterien und Einzeller…


Und das sind nur die gängigsten Gefahren der Gassirunden, wo und wie kann ich nun noch mit meinem Hund raus gehen? Ich denk ich werde mich mit einer Kurzleine (was bei einem 40cm Hund meinem Rücken nicht sooo gut tun wird) am besten nur noch im eigenen Garten aufhalten. Obwohl man auch hier weder vor fiesen Löchern im Boden noch vor Giftködern oder Grannen sicher ist, aber dank der Kurzleine von gut 20cm dürften die Probleme wohl relativ ausgehebelt sein, aber wer geht mit meinem Hund wenn ich den Bandscheibenvorfall habe???


Und muss ich meinem Hund auch hier immer schön die Pfötchen abputzen und auf Zecken kontrollieren? Wohl schon,… Ach ja, vergessen habe ich zusätzlich, das würde bei der Gartenhaltung auch wegfallen die bösen bösen Artgenossen, ich möchte ja nicht das mein Hund durch Mobbingattacken anderer unerzogener Hunde womöglich einen Burnout oder eine ausgewachsene Depression erleidet… Eine Gartenhaltung scheint mir da am sichersten, aber ist diese Artgerecht?


Man man man, seid natürlich auf der Hut und gebt acht das leichtsinnige Gefahrenquellen umgangen werden, als eine wirkliche Gefahr sehe ich diese Giftködersache, denn die sind unberechenbar und können überall plötzlich sein. Aber lasst eure Hunde Hunde sein. Natürlich nehmt sie zur Seite wenn da ein riesen Scherbenhaufen auf dem Boden liegt, aber wenn sie mal aus einer Pfütze saufen, na und? Ja dann hat er mal einen Tag Durchfall, wenn es eine böse Pfütze war, Hunde sind weder aus Zucker noch aus Watte und längst nicht sooo instabil wie wir sie machen, lasst auch sie mal aus ihren Fehlern lernen.


Eine Frage noch zum Schluss. Muss ich wirklich weil es mal ein oder zwei Tage heiß ist mich und meinen Hund Morgens um 5 aus dem kuscheligen Bett schmeißen um bei schwülen nur 20 Grad einen halben Marathon hinzulegen damit der Hund seinen Auslauf hat??? Also ich bin auch gerne mal einen ganzen Tag faul! Ich geh ja auch nicht tief in der Nacht einkaufen weil es da kühler ist… Warum meinen Menschen immer Hunde müssen und sollen??? Hunde passen sich ganz gut dem Menschen an und ja meiner liebt es auch mal einen ganzen Tag zu verpennen und nur kurze Gassirunden zu gehen wenn es soooo heiß ist.
Keine Sorge im Winter geht es weiter mit Streusalz und Eis ...

Wie geht ihr mit solchen 'Schreckensnachrichten' um? Schreibt mir, ich bin gespannt...

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Lieb sein!